Bridge lernen - Ein Buch zum Selbststudium


Sigrid Battmer / Karl-Heinz Kaiser

"Bridge lernen" ist ein Lehrbuch, mit dessen Hilfe man ohne Vorkenntnisse im Selbststudium zum kompletten Bridgespieler werden kann. Im Rahmen der Reizung lernen die Schüler FORUM D 2012, das offizielle Bietsystem des Deutschen Bridgeverbandes (DBV). Inhaltlich deckt das Buch den Lehrstoff der fünf Anfängerkurse des DBV ab:

- Minibridge¹
- Reizung A
- Reizung B
- Alleinspiel
- Gegenspiel

Um den Bridgelehrer überflüssig zu machen, sind die Erklärungen ausführlicher als in den DBV-Schulungsmappen, sie werden mit einer größeren Anzahl von Beispielen veranschaulicht. Ein eigenes beiliegendes Lösungsbuch enthält die Antworten und Erklärungen zu den zahlreichen Reizübungen. Am Ende jeder Lernstufe findet der Leser eine Zusammenfassung, mit der es das erworbene Wissen rekapitulieren kann. Die Beantwortung von Verständnisfragen gibt ihm die Sicherheit, dass er den Stoff richtig verstanden hat.

Das Buch richtet sich in erster Linie an Bridgeinteressierte, die in Ihrem Leben gelernt haben, sich Wissen aus Büchern anzueignen. Es stellt eine Alternative zum normalen Bridgeunterricht in der Gruppe dar. Beim Selbststudium fehlt zwar die soziale und gesellige Komponente, aber es hat auch viele Vorteile:

- Man kann sein Lerntempo selbst bestimmen. Der Bridgelehrer muss Rücksicht auf schwache Schüler in der Gruppe nehmen.

- Man ist zeitlich und örtlich flexibel. Als Teilnehmer an einem Bridgekurs muss man immer an einem bestimmten Tag, zu einer bestimmten Uhrzeit an einem bestimmten Ort sein.

- Man spart Zeit und Geld: Der Weg zum Bridgekurs kann zeitaufwändig sein und verursacht Kosten. Der Bridgekurs kostet Geld.

Bridgeprogramm am Computer als wichtige Ergänzung:

Als Begleitprogramm zu diesem Buch biete ich exklusiv das Bridgeprogramm "Q-plus Bridge 11 - Lehrbuchedition" an. Q-plus Bridge 11 ist ein Bridgeprogramm, das das Bridgespielen einer unendlichen Anzahl von zufallsgeteilten Spielen gegen den Computer ermöglicht. Nur in der exklusiven Lehrbuchedition dieses Programms sind zusätzlich alle Bridgespiele gespeichert, die im Buch als Diagramm abgebildet sind. Dazu kommen weitere Übungsspiele jeweils zum passenden Thema. Komfortabel können Sie jedes Spiel am Computer reizen und Stich für Stich abspielen bzw. nachspielen. Zusätzliche Erläuterungen zu Reizung oder Abspiel erleichtern das Verständnis.

Weitere Informationen zum das Buch begleitenden Bridgeprogramm finden Sie auf dieser Homepage in der Rubrik "Bridgeprogramme".

Zielgruppen für das Buch

Das Buch ist nicht nur zum Selbststudium für Anfänger geeignet. Weitere mögliche Anwender sind:

- Bridgeschüler, die einen regulären Bridgeunterricht besuchen; sie können das Buch begleitend als Text- und Übungsbuch benutzen.
- Bridgelehrern steht es frei, das Buch im Unterricht einzusetzen. Im Vergleich zu den Schulungsmappen hat es mehr Inhalt, kostet aber weniger.
- Bridgespieler, die ihre Anfängerausbildung bereits abgeschlossen haben, benutzen das Buch mit Hilfe des Inhalts- und Stichwortverzeichnisses als Nachschlagewerk und verbessern ihr Bridge, indem sie die zahlreichen Übungsaufgaben zur Reizung und zur Spieltechnik lösen.

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1) Was bedeutet Minibridge und warum dieser "Umweg" beim Reizen lernen?

Rufen wir uns in Erinnerung, aus welchen Schritten sich die reguläre Reizung im Bridge zusammensetzt:

1. Blattbewertung
2. Informationsaustausch mit dem Partner mittels Abgaben von Geboten
3. Falls Fit entdeckt: Neubewertung des Blattes
4. Gemeinsame Stärke ermitteln
5. Entscheidung über den besten Kontrakt (evtl. Risiko eingehen, um eine hohe Plusanschrift mit Vollspiel- oder gar Schlemmprämie zu ergattern)
6. Manchmal Kampf mit dem Gegner um den Kontrakt: Gegners Gebot überbieten? Passen? Oder den Gegner kontrieren?

Der für Anfänger sehr komplexe und abstrakte Informationsaustausch im Rahmen der Reizung mittels Geboten (oben Punkt 2) wird im Minibridge ersetzt durch einen vereinfachten Informationsaustausch. Hat der Anfänger im Rahmen der Blattbewertung herausgefunden, dass sein Blatt mindestens Eröffnungsstärke aufweist, erhält er von seinem Partner einen Zettel. Der Zettel informiert den Eröffner über Figurenpunktstärke und Verteilung seines Partners (z.B. 3-5-1-4). Nun kann er zuverlässig feststellen, ob ein Fit existiert. Er kann die genaue gemeinsame Stärke feststellen und eine fundierte Kontraktentscheidung treffen. Da die Gegenpartei auf gleiche Weise Fit und gemeinsame Punktstärke ermittelt, kann dabei oft ein Kampf um den Kontrakt entstehen, bis hin zu Opfergeboten auf Vollspielstufe.

Wegen der vereinfachten Reizung bleibt dem Anfänger genügend Zeit, erste Kenntnisse in der Spieltechnik zu erwerben. Erst wenn er verstanden hat, wie Kontraktentscheidung und Spiel funktioniert und welche Faszination von ihnen ausgeht, beginnt der anspruchsvolle Lernweg, einen möglichst präzisen Informationsaustausch mit dem Partner durch Abgabe von Geboten zu betreiben.


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